Reinraumanlagen – Sicherheit für sensible Bereiche

Reinraumanlagen werden in unterschiedlichen Branchen benötigt. Für die Produktion empfindlicher Güter wie Lebensmittel, Arzneimittel oder in der Halbleiterfertigung ist die Reduzierung luftgetragener Teilchen unverzichtbar. Gleiches gilt für Operationssäle und ähnlich sensible Bereiche in Krankenhäusern, für Labors oder auch für Forschungs- und Produktionsbereiche der Laser-, Mikro- oder Nanotechnologie. Hygiene hat hier oberste Priorität. Dazu kommen spezifische Produktionsbedingungen wie konstante Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Druck, welche die Produktqualität sichern. Die Anforderungen an Reinraumanlagen sind daher äußerst komplex.

Für eines der führenden Unternehmen der Kunststoffbranche, das unter anderem Kunststoffteile für Medizintechnik, Laborbedarf und Diagnostik sowie Verpackungen für Arzneimittel produziert, wurden zwei Reinräume inklusive zugehöriger Material- und Personenschleusen geplant und installiert. Ein wichtiger Aspekt bei der Planung war die Ausfallsicherheit, denn jede Störung wirkt sich unmittelbar auf den Produktionsablauf aus. Daher wurden die Räume mit zwei baugleichen Reinraumanlagen ausgestattet, die einerseits Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Raumüberdruck konstant halten und andererseits über einen ausreichend großen Leistungspuffer verfügen, durch den die geforderten Parameter auch im Störfall eingehalten werden können. Sämtliche Werte und Funktionen werden auf dem zentralen Gebäudeleitrechner visualisiert, sodass die klimatischen Produktionsbedingungen einfach zu überwachen sind. Mit dieser Ausstattung ist die hohe Produktqualität von Seiten der Raumlufttechnik abgesichert.

Sicherheit war auch die Maßgabe bei der Modernisierung der raumlufttechnischen Anlage für das Christliche Krankenhaus in Quakenbrück. Die generell hohen hygienischen Anforderungen in einem Krankenhaus fallen für besonders sensible Bereiche wie Operationssäle noch einmal deutlich verschärft aus. Um die Keimbelastung während der Operation minimal zu halten, wurden spezielle Reinraumdecken eingebaut, die ein s. g. Reinluftsystem bilden, das mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung arbeitet, sodass möglichst wenig Partikel aufgewirbelt werden. Dank diesem System entsprechen zwei OPs der Raumklasse 1a und sind somit für große Implantationseingriffe geeignet. Weitere OPs, die Intensiv Station, Innenzonen und Aufwachräume wurden ebenfalls mit leistungsstarker Klimatechnik ausgestattet, sodass Filterleistung, Luftvolumenstrom und Temperierung den vielfältigen behördlichen Auflagen in Bezug auf Hygiene und Sicherheit gerecht werden. 

Referenzen

Biotech-Park, Pfungstadt

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Krankenhaus Quakenbrück

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Pöppelmann, Lohne

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